Zwanzig Fachbegriffe, die auf den Seiten des Schaufensters
vorkommen. Jeder steht hier genau einmal, mit Rechenweg und der Seite, auf der die
Zahl dazu steht.
Das Modellportfolio ist die Liste der Positionen mit ihrem Zielgewicht
für einen Handelstag. Jede Zeile trägt Ticker, ISIN und den Anteil, den die Position
nach der Ausführung halten soll. Aus der Folge solcher Listen, Handelstag für Handelstag,
rechnet das Modell seine Tagesreihe, jede Order zum Fill des Ausführungszeitpunkts und nach Abzug der Geld Brief Spanne. Es
ist eine Modellrechnung, kein Orderauftrag und kein geführtes Depot.
qt=i∑wi,t
rt=NAVt−1NAVt−1
qt
Investiert, Summe der Zielgewichte am Tag t
wi,t
Zielgewicht von Titel i am Tag t
rt
Tagesrendite am Tag t
NAVt
Portfoliowert nach Kosten am Tag t
Die veröffentlichte Liste steht auf
Modellportfolio. Die Tagesreihe
läuft vom 02.01.2001 bis zum 04.09.2026 und steht auf
Performance, das Verfahren dahinter auf
Methodik.
Cashquote
Die Cashquote ist der Rest bis hundert Prozent, also der Anteil des
Kapitals, der an einem Tag nicht in Positionen steht.
Casht=1−qt
Casht
Cashquote am Tag t
qt
Investiert, Summe der Zielgewichte am Tag t
Die Cashquote des aktuellen Stands steht auf
Modellportfolio, im Mittel der gesamten Historie
liegt sie bei 70 Prozent, nachzulesen auf Performance.
Geld Brief Spanne
Die Geld Brief Spanne ist der Abstand zwischen Geldkurs und Briefkurs
und damit die Handelskosten einer Order. Sie wird je Titel und Handelstag aus Intraday
Minutenbars erzeugt: Schätzer von Abdi und Ranaldo auf High, Low und Close, über 21 Tage
geglättet, mal Intraday Profil für 10:20 Uhr New York, kalibriert mit publizierten
Mikrostrukturkonstanten.
Geprüft ist die Schätzung gegen echte Geld Brief Ticks bei einem Einstieg
um 09:31 Uhr New York: geschätzt 13,3, gemessen 14,6 Basispunkte im Median, die Schätzung
liegt rund 9 Prozent darunter. Der Rechenweg steht auf
Performance.
Fill
Ein Fill ist der Kurs, zu dem eine Order gebucht wird. Gerechnet wird
gegen den Minutenkurs des Ausführungszeitpunkts und nicht gegen den Schlusskurs, der
zum Zeitpunkt der Entscheidung noch nicht bekannt war. Das ganze Portfolio wird täglich
zum selben Zeitstempel bewertet. Ausgeführt wird um 10:20 Uhr New York, 50 Minuten nach
der Eröffnung, in Berlin um 16:20 Uhr, in den Wochen der Zeitumstellung um 15:20 Uhr.
Die Lizenz ist ein Nutzungsrecht auf Zeit an Scherbius 2.0, einer
quantitativen Portfolio Engine, die in Ihrer eigenen Infrastruktur rechnet. Quellcode,
Methode und Weiterentwicklung bleiben beim Lizenzgeber. Nicht geliefert wird alles,
was eine Order berührt: keine Ordererzeugung, keine Weiterleitung, kein
Brokerkonnektor, keine Anlageberatung. Die Gebühr beträgt 1.250 Euro im Monat je
Instanz, 15.000 Euro im Jahr, zuzüglich Umsatzsteuer.
Ein Universum ist der Kreis handelbarer Titel, aus dem das Modell
auswählt. Scherbius 2.0 rechnet auf neun. Neun sind ein Vorrat und keine
Streuungsvorgabe: mehr Universen heißt mehr Gelegenheiten, nicht mehr Positionen.
Zahl der Auswahlen=29−1=511
9
Universen, jede nicht leere Auswahl zählt
Die neun Universen und alle 511 Auswahlen stehen auf
Methodik.
Point in Time Mitgliedschaft
Point in Time Mitgliedschaft heißt, dass die Indexzugehörigkeit zum
jeweiligen historischen Stichtag gelesen wird und nicht in der heutigen
Zusammensetzung. Wer stattdessen die Liste von heute über die Vergangenheit rechnet,
misst den Survivorship Bias und nicht das Verfahren.
Der Abgleich aller neun Mitgliedslisten läuft täglich, erklärt auf
Methodik.
Scherbius Makro Index
Der Scherbius Makro Index misst, wie das makroökonomische Umfeld für
Risikoanlagen steht, und verdichtet es zu einer Zahl je Tag, dem Indexstand auf einer
Skala von 0 bis 100. Grundlage sind 27 Reihen der FRED Datenbank, daraus 79 Merkmale.
Ein Hidden Markov Modell mit vier Zuständen erkennt, in welchem Zustand die Daten an
einem Tag wahrscheinlich stehen. Aus den erkannten Zuständen entsteht der Indexstand.
Der aktuelle Indexstand, die Tagesreihe seit 2003 und das Referenzniveau
stehen auf Makro Index.
Regime
Das Regime folgt aus einem Vergleich: liegt der Indexstand über dem
Referenzniveau, gilt Risk On, sonst Risk Off. Das Referenzniveau ist eine Treppe: es wird
nur bei einer Rekalibrierung des Modells neu gesetzt, alle fünf Jahre, und bleibt
dazwischen fest.
It>Rk→Risk On
It≤Rk→Risk Off
It
Indexstand am Tag t
Rk
Referenzniveau der Stufe k, die am Tag t gilt
Der aktuelle Vergleich und alle Stufen des Referenzniveaus stehen auf
Makro Index.
Die CAGR ist die mittlere Jahresrendite, geometrisch gerechnet. Sie
verteilt den Gesamtzuwachs auf die Jahre des Zeitraums und ist deshalb kein Mittelwert
der Jahresergebnisse.
CAGR=(NAV0NAVT)1/J−1
NAVT
Portfoliowert am letzten Tag
NAV0
Portfoliowert am ersten Tag
J
Laufzeit in Jahren, Kalendertage durch 365,25
Gemessen 12,4 Prozent gegen 11,3 Prozent der Benchmark, Zeitraum
02.01.2001 bis 04.09.2026. Zahl und Rechenweg auf
Performance.
Sharpe Ratio
Die Sharpe Ratio ist der Ertrag je Einheit Schwankung. Zähler ist die
annualisierte mittlere Tagesrendite, Nenner die Volatilität. Gerechnet wird mit 252
Handelstagen je Jahr und einem risikofreien Zins von null.
Sharpe Ratio=s·252r·252
r
Mittel der Tagesrenditen
252
Handelstage je Jahr
s
Standardabweichung der Tagesrenditen
Gemessen 1,29 gegen 0,56 der Benchmark, nachzulesen auf
Performance. Dieselbe Kennzahl entscheidet
auf Methodik über die Aufnahme eines Universums.
Sortino Ratio
Die Sortino Ratio tauscht den Nenner der Sharpe Ratio: statt aller
Schwankungen zählt nur die Abwärtsabweichung. Sie bestraft damit die Aufwärtsbewegung
nicht, die ein Anleger nicht als Risiko empfindet.
Sortino Ratio=d·252r·252
r
Mittel der Tagesrenditen
252
Handelstage je Jahr
d
Abwärtsabweichung, Wurzel aus dem Mittel der quadrierten Tagesverluste über alle Tage, Tage mit Gewinn zählen als null
Gemessen 2,12 gegen 0,79 der Benchmark, auf
Performance.
Calmar Ratio
Die Calmar Ratio setzt die CAGR ins Verhältnis zum Betrag des Maximum
Drawdown. Sie misst Ertrag je Einheit tiefster Einbruch und nicht je Einheit
Schwankung.
Calmar Ratio=|MDD|CAGR
CAGR
mittlere Jahresrendite, geometrisch gerechnet
MDD
Maximum Drawdown, im Nenner als Betrag
Gemessen 0,70 gegen 0,16 der Benchmark, auf
Performance, die Bestandteile auf
Performance.
Volatilität
Die Volatilität ist die annualisierte Standardabweichung der
Tagesrenditen. Sie misst die Breite der Streuung um den Mittelwert und unterscheidet
dabei nicht zwischen Aufwärts und Abwärts.
Volatilita¨t=s·252
s
Standardabweichung der Tagesrenditen
252
Handelstage je Jahr
Gemessen 9,5 Prozent gegen 25,0 Prozent der Benchmark, auf
Performance.
Der Turnover ist die Summe der Beträge aller Gewichtsänderungen eines
Handelstages. Er ist in allen ausgewiesenen Kennzahlen bereits bepreist, denn jede
Order trägt die Geld Brief Spanne ihres Titels an ihrem Handelstag.
Turnovert=i∑Δwi,t
Δwi,t
Änderung des Zielgewichts von Titel i am Tag t, die Order
Das Exposure ist der Anteil des Kapitals, der in Positionen steht. Der
Rest ist Cash: findet ein Universum kein Signal, bleibt es leer.
qt=i∑wi,t
qt
Exposure am Tag t, Summe der Zielgewichte
wi,t
Zielgewicht von Titel i am Tag t
Über die gesamte Historie liegt das Exposure im Mittel bei 30 Prozent.
Die Zahl steht auf Performance und in der
Kennzahlenzeile auf Performance.
Benchmark
Die Benchmark ist der Vergleichsmaßstab, gegen den jede Kennzahl mit
demselben Rechenweg gemessen wird. Hier ist es der NASDAQ 100.
Korrelation=sPsBCov(rP,rB)
Beta=Var(rB)Cov(rP,rB)
Cov(rP,rB)
Kovarianz der Tagesrenditen am selben Datum
rP,rB
Tagesrenditen von Modellportfolio und NASDAQ 100
sP,sB
ihre Standardabweichungen
Var(rB)
Varianz der Tagesrenditen des NASDAQ 100
Die Benchmark bringt im gemessenen Zeitraum 11,3 Prozent CAGR bei 25,0
Prozent Volatilität, Korrelation 0,61 und Beta 0,23. Alle Zahlen auf
Performance.
Der Drawdown ist der Abstand des Portfoliowertes zu seinem bis dahin
höchsten Stand, gemessen an jedem einzelnen Handelstag. Er ist nie positiv und steht
auf null, solange neue Höchststände entstehen.
DDt=HtNAVt−1
Ht=0≤u≤tmaxNAVu
DDt
Drawdown am Tag t
NAVt
Portfoliowert am Tag t
Ht
Höchststand des Portfoliowerts bis einschließlich Tag t
u
jeder Handelstag vom ersten Tag bis t
Die Reihe steht auf Performance, der Rechenweg
im Fragenblock derselben Seite.
Maximum Drawdown
Der Maximum Drawdown ist der tiefste Punkt der Drawdown Reihe über den
gesamten Messzeitraum. Er sagt, wieviel Kapital zwischenzeitlich fehlte, und nichts
darüber, wie lange es fehlte.
MDD=0≤t≤TminDDt
DDt
Drawdown am Tag t
T
letzter Handelstag des Zeitraums, Tag 0 ist der erste
Gemessen −17,7 Prozent am 20.09.2001, der NASDAQ 100 kommt in seiner
eigenen tiefsten Episode vom 18.01.2001 bis zum 08.10.2002 auf −70,7 Prozent. Beide Zahlen auf
Performance.
Drawdown Chart
Das Drawdown Chart trägt die Drawdown Reihe für jeden Handelstag auf.
Die Nulllinie ist der jeweils letzte Höchststand, die Kurve liegt deshalb nie darüber.
Sie zeigt Tiefe und Dauer eines Einbruchs in einem Bild.
Die Grafik steht auf Performance, gestrichelt
daneben dieselbe Rechnung für den NASDAQ 100.
Modellrechnung mit Backtest, keine reale Performance, keine
Anlageberatung.
Die Inhalte dieser Seite richten sich an professionelle und institutionelle Anleger und stellen
keine Anlageberatung dar. Frühere Wertentwicklungen, Backtests und Modellrechnungen sind keine
Garantie für zukünftige Ergebnisse.